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Siddhrta Scherrmann Barbosa  -  Alles über Ambitionen, Wettkämpfe und Träume eines Nachwuchssurfers...

 

Den Namen dieses jungen Mannes sollte man sich unbedingt merken: Siddharta Scherrmann Barbosa.

Das internationale Jungtalent mit dieser ruhigen, sympathischen Aura und richtigem «Züri-Düütsch». Neulich durfte ich ihn mit seinem Mentor bei mir zu Hause auf ein Interview einladen und dabei so einiges über ihn erfahren. Nach kürzester Zeit blühte der anfangs eher scheue Surfer richtig auf und erzählte mir so Einiges über sein noch junges Leben sowie seine Pläne für die Zukunft. In New York geboren wuchs das Surftalent in Zürich auf.  Als Sohn eines leidenschaftlichen Surfers durfte er im Alter von elf Jahren unter den behütenden Augen seines Vaters in Long Beach, New York das erste Mal auf ein Surfbrett steigen. Seit da an hat ihn dieser Sport nicht mehr losgelassen. Sein Traum war seit daher, immer nach der Schule Surfen gehen zu können. Im Jahr 2014 ging er mit seiner Familie mit auf eine Weltreise, welche auch nach Mittel und Süd-Amerika führte. Die besten Wellen, welche er je gesehen hatte. Dies war ein sehr lehrreiches und beeindruckendes Jahr für den noch Jungen Siddharta. Danach zurück in der Schweiz zu Hause hatte er jedoch erstmals ein Jahr Pause vom Surfen da seine Mutter mit der Pflege seiner Grosseltern beschäftigt war. So nahm er sich vor, von da an in seinen Sommerferien nur noch Surfen zu gehen. Er war der Einzige seiner Schulkameraden, der sich dafür interessierte.  2017 reiste er dann wieder mit seiner Familie in den Sport und Frühlingsferien nach Portugal. Nachdem er seine Schule letztes Jahr abgeschlossen hatte ging es ab nach Peru für den ganzen Sommer – Siddhi reiste das erste Mal alleine und trainierte dort ganze drei Monate lang. Von Peru ging es direkt weiter nach Portugal und Spanien, wo er an seinem ersten Wettkampf, der Swiss Surfing Championship 2017 teilnahm. Eine sehr bereichernde Erfahrung für den jungen und begeisterten Surfer. Zurück in der Schweiz arbeitete er über Weihnachten bis zu zehn Stunden täglich, um seine weiteren geplanten Reisen zu finanzieren. Im Winter 2018 reisten sein Bruder und er nach Portugal – die erste Reise, wo er seinen jüngeren, ebenso surfbegeisterten Bruder Surya mitnehmen konnte. Im Frühling reisten die beiden dann weiter nach Indonesien und anschliessend nach Peru. Geplant und organisiert wurde von der lieben Frau Mama zu Hause. Man merkt Siddhi im Gespäch sehr schnell an, wie selbständig und verantwortungsvoll er durch das Reisen mit seinem Bruder geworden ist. In Chicama, einer der Surfdestinationen von Peru erwischte er dann eine der längsten Wellen der Welt. Diese sind tatsächlich bis zu vier Kilometer lang. Seine war dann zwei Kilometer lang und so ritt er diese mit vollen 35km/h – dies ist die Geschwindigkeit eines erfahrenen Surfers auf dem Wasser. Eine sehr bereichernde Erfahrung für den jungen und begeisterten Surfer.

 

Wie sieht das Training eines Nachwuchssurfers eigentlich aus?

Barbosa sagt dazu, dass die Reisen das eigentliche Training seien und die damit verbundene Zeit auf dem Surfbrett. Wenn ein Surfer morgens und abends vier Stunden im Wasser ist bedeutet dies rund acht Stunden Ganzkörpertraining pro Tag – die durchschnittliche Arbeitszeit eines Büroangestellten also. Dazu helfen die sogenannten Surfskates, auf welchen man die natürliche Bewegung beim Surfen ausführt. Stretching, Cardio/Hit Training sowie Balancetraining sind nicht wegzudenken. Genauso sollte man Reaktionstraining und Balltraining mit in die Trainingseinheiten einbauen. Krafttraining mit schweren Gewichten wird nicht unbedingt empfohlen, da es die Muskelbewegung eher einschränken kann. Zum Training ist natürlich auch das mentale Training nicht wegzudenken. Man muss seinen Erfolg visualisieren können und sich auf seine perfekte Welle vorbereiten. Surfer müssen mental stark sein da die Bedingungen vom Meer bestimmt sind und das Meer den Ton angibt – immer!

 

 

Wie sieht so ein Wettkampf aus und wie ist dieser aufgebaut Siddhi?

Ein Wettkampf besteht aus fünf Runden, dazu kommen Viertelfinal, Halbfinal und natürlich Finale. In Jeder Runde finden zwei bis dreizehn Heats statt, je nach Grösse des Wettkampfs. Ein Surfer ist jeweils zwischen fünfundzwanzig bis dreissig Minuten in einem Heat (Gruppe) im Wasser. Ein Heat besteht jeweils aus zwei bis vier Surfern gleichzeitig, welche gegeneinander surfen. Jede Welle die geritten wird, wird von der Jury bewertet. Jedoch werden nur die Scores der zwei besten Wellen addiert und somit die einzelne Platzierung des Heats entschieden. Danach entscheidet die Gesamtzahl der Punkte darüber ob der/die Surfer/in eine Runde weiterkommt oder nicht.

Ein Surfwettkampf dauert durchschnittlich eine Woche bis zehn Tage. Je nach Wasser und Wellenkonditionen. Die Kandidaten können Glück oder eben auch Pech mit den Wellen haben, sagt das Nachwuchstalent.  Schlussendlich hat jeder Gewinner auch ganz viel Glück im Gepäck wenn er oder sie an einen Contest reist. Was sind die nächsten Schritte unseres Nachwuchstalents?

Nachdem das junge Nachwuchstalent diesen Sommer auf verschiedenen indonesischen Inseln wie Sumbawa, Bali und Lombok trainiert hat, ging es vergangenen Sonntag nach einem kurzen Stopp zu Hause in Zürich weiter nach Spanien an die Swiss Surfing Association Schweizermeisterschaft für zwei Wochen. Danach geht es an die ISA World Junior Surfing Championship nach Huntington Beach, Kalifornien weiter. Dies verbindet er dann mit zwei Trainingswochen.

Weitere Ziele sind, nächstes Jahr als Volljähriger an der ISA World Championship teilnehmen zu dürfen sowie einen eigenen Surffilm zu drehen. Für diesen Wunsch bekommt er bestimmt ganz viel Support der Surfcommunity, Familie und von seinen Fans! Zudem will er ja auch mal im Ausland an den Surfhotspots leben und surfen können. Wie solls auch anders sein!?

Sein grosser Traum in seiner Karriere ist es, der erste Schweizer Surfer zu sein, der ein Mitglied der World Surf League Championship Tour wird. So ambitiös wie sich der junge Mann gibt, wird er dieses Ziel garantiert erreichen. Ich bin sehr froh darüber, in kennengelernt haben zu dürfen und freue mich darauf, seinen Werdegang zum Pro-Surfer weiterverfolgen zu dürfen.

 

 Verfolgt ihn jetzt auf seinem Werdegang auf Instagram: Siddhisurf !