Openair St.gallen - heimat die musik macht!

alles über das glühend heisse Festival im Sittertobel, die grandiose musik, die kunterbunten festivalbesucher und wie es ein pavillion auf die sitterbühne schaffte...

German review, July '18

Das war es also - unser wunderbares ostschweizer Festival, inmitten des legendären Sittertobels im Herzen der Ostschweiz gelegen. Schon im Zug auf dem Weg nach St.Gallen kam ich mit einer netten Ostschweizerin ins Gespräch. Ihre Sprache löste Heimat in mir aus. Als ursprüngliche Ostschweizerin ist mir St.Gallen von Berufsschultagen und meiner besten Freundin aus Kindestagen sehr bekannt. War ich doch ursprünglich als kleiner Knopf mal in Abtwil zu Hause. Nun durfte ich mich also bei einer meiner besten Freundinnen einquartieren - herrlich! Danke Ändy!

Nach meinem kleinen historischen Abstecher nun einem weitaus wichtigerem historischen Ereignis - dem Openair St.Gallen 2018! Über zehn Jahre ist es her seit ich als Teenie das letzte mal da war, und es hat sich einiges verändert. So campierten tendenziell viel weniger Menschen dort als früher, die Foodstände explodierten fast und es gab neben meinen Frozen Yoghurts einen Migros Stand, bei dem man frische Melonen holen konnte! Yess...! Mir stinkt es nähmlich, immer nur Fastfood essen zu müssen. Salate und healty Food müssen her und die Festivals endlich erobern! Man trinkt ja so schon genug viel Ungesundes, nicht wahr? ;)

Kaum in St.Gallen angekommen, pilgerten wir auch schon los ans absolut rampenvolle Festival am Freitag Abend. Mein Highlight am Freitag:  Johnossi aus Australien! Herrlicher Surf Rock, knallhart, gnadenlos und explosiv. Motivationsmusik für die nächste Welle - ganz ohne Frage! Anders aber auch gut zu hörenEditors - melancholisch, tief, animierend. Crimer, mein Nationalheld von Freitag habe ich leider verpasst, da mein Zeitplan nicht ganz aufging. Nur soviel zu Ihm - er bringt den 80' Flashback back! Und zwar richtig!

Bei Nine Inch Nails verlohr ich mich dann etwas, jedoch nicht generell in der Musik. Die Eindrücke und Leute, die Freude und Freiheit. Die echt vielen und sehr NETTEN Menschen muss ich hier betonen - die Ostschweizer sind einfach wie sie sind, cool, nett und für jeden Spass zu haben!

Nach einer doch längeren Nacht gings am Samstag sonnig, heiss und freudig mit viel Musik weiter. Die Sonne glühte und die Erde bebte.

Die Schaffhauser The Gardener & the Tree gehören nun mal einfach auf die Openair Bühnen der Schweiz. Punkt. Mit den Pedestrians wurde es dann gehörig reaggemässig, mich erinnerte es ihre Musik sehr stark an Phenomden. Drangsal war solide und gut, ALMA holte alle jungen Teenies ab und liessen alle älteren Semester wie mich mitgrooven. Mit einer Bühnenpräsenz und ihrer besten Freundin rockte sie die Sitterbühne und liess alle mit tanzen, animierte zur Party und zum Mitsingen. Leider geil! 

Tja später am Samstag Abend kam dann mein Herz dann defintivi zum Stillstand - die herrlichen Geschwister aus Australien - Angus & Julia Stone beglückten uns! Gibt's was besses für ein von Fernweh geplagtes Herz welches sich nach dem Surfen sehnt? Nein sorry - etwas besseres gibts nicht dafür! Real, schön, rockig, rauchig, himmlisch und beeindruckend. Da spielte Julia doch glatt mal schnell mit Trompete und machte im gleichen Song mit der Gitarre weiter. Ist ja einfach oder?

Natürlich möchte ich noch Depeche Mode erwähnen. Sie erinnerten mich irgendwie an den heroischen guten alten Römer Caesar - sie kamen, sangen, siegten. Punkt. Solide, gut, und ein eingespieltes Team. Mir persönlich war die Show zu sehr einstudiert und wirkte etwas unspontan. Der Schweiss jedoch war echt!

Mein nationalheld des Tages: Faber - ja du machst es eben echt und autentisch und kannst dich hören lassen! Elektronisch gings mit Meute und dann mit Kungs weiter. Gut gewählt, Liebe verbreitend, elektronisch, sphärisch! Traumhaft für die späten Stunden. Ganz gemäss dem Motto: lasst uns mal tanzen Kinder!

Nach natürlich etwas wenig Schlaf rafften wir uns dann am Sonntag zum letzten grossen Festival Tag auf.

Kaum im Medienzelt angekommen hörte ich auch schon die liebliche Stimme unserer jungen und ganz grossen Veronica Fusaro, welche auf der grossen Sitterbühne auftreten durfte! (siehe mehr dazu bei Album Review zu Ice Cold). Ich bin mächtig stolz auf sie! Mach weiter so du Zauberstimme!

Die S timmung auf dem Gelände? Etwa so heiss wie das Wetter - inzwischen etwas ausgetrocknet jedoch lange noch nicht staubig! Es sollte ja noch weiter gehen..

Um 13 Uhr starteten dann die wilden Australier von Gang Of Youths ihren Gig - mein Wort zum Sonntag!

Ein absolutes MUSS für jeden Surf, und reisebegeisterten Wasserliebhaber wie ich! Finest Indie & alternative Rock! Echt sexy. So liess es sich der Leadsänger der Band nicht nehmen, mal mitten in die Zuschauer und Zuhörer tanzen zu gehn. Musste ja fast so kommen, so exessiv wie der seine Hüften schwingen konnte wurde fast jeder weibliche Zuhörer schwach.

Hecht, unsere wilden zürcher Jungs liessen sich dann auch nicht bitten und bedankten sich gefühlte tausend mal beim Publikum - warum quasselte der Leadsänger nur so viel? Anyway - die Musik riss alle mit und war einfach nur gut, poppig und lässig mit dem gewissen Fun-Faktor!  Nach Lo&Leduc waren die Berliner die Beatstakes dran - finest Punk Rock - absolut hammer Stimmung ! Die heisse Erde bebte. Sogar ein Pavillon schaffte es bei ihrem Konzert. sogar auf die Sitterbühne. Nicht schlecht oder??

Unsere süssen Schwedinnen von First Aid Kit brachten so manchen Herrn bestimmt zum träumen - Sie sahen jedoch nicht nur verdammt gut aus sondern brachten uns auch schöne verträumte Americana Musik gepaart mit schwedischer Coolness mit.  Zu guter Letzt beehrten uns die fantastischen The Killers aus Vegas mit ihrem wilden Alternativ Rock. Hell yeah! Ein kleiner Traum ging da für mich in Erfüllung und so ertappte ich mich beim heftigen Mitsingen und Abrocken in der zweiten Reihe. Ganz neben meiner Pflicht, noch das eine oder andere Foto für die Gallerie zu knipsen! Upps...

Herrlich.

Neben den Rock Acts möchte ich auch auf die Hiphop Acts wie Bonez MC&Raf Camora, und UFO361 hinweisen. Ich finde es herrlich, dass am Open Air St.Gallen Hiphop, Reagga und Rock platz finden!

Kleiner Geheimtipp für die Melancholie-Fans: One Sentence. Supervisor. Sphärischer Rock mit dem Gewissen etwas!

 

Heimat - du rockst noch immer! Ich bin Stolz, in der Ostschweiz so ein Festival zu haben!

 

Special Thanks to: 

Openair St.Gallen / Sabine Bianchi

dem St.Galler Tagblatt für den tollen Artikel über mich

meinem Host und Freundin Andrea und meiner lokalen Legende Raphael Rohner

 

 

 

 

 

Openair St.Gallen - dann lass mal hören!

 german, June 2018

Tja, wer hätte das gedacht!

Ich glaube es selber noch nicht so richtig, freue mich aber natürlich umso mehr darüber, am diesjährigen Open Air St.Gallen ( 28.Juni – 1.Juli 2018) teilnehmen zu dürfen und einen Festival- Gesamtbericht  über Liviesnotes veröffentlichen zu können. So much music ahead of me 

Das Open Air St.Gallen ist eines der wohl grössten und ältesten weltbekannten schweizer Festivals und findet jedes erste Juli Wochenende in St. Gallen statt. Erstmals stattgefunden hat es 1977 in Abtwil und kostete damals nur gerade 15 -18 Franken.  Inzwischen haben sich die Acts und Ticket Kosten etwas verändert. Im Jahr 1981 fand das Open Air dann erstmals im Sittertobel in St.Gallen statt. Damals besuchten gegen 10000 Besucher das Festival. Heute besteht das Festival seit über dreissig Jahren, Geburtstag wurde 2006 gefeiert und inzwischen sind auch die Geländekapazitäten von 30'000 Personen pro Tag gut ausgeschöpft. Ja, es ist eben riesig, unser gutes St.Galler Openair. 

 

Für meine Leser, die es noch nicht kennen: Es spielten bereits Grössen wie Twelfe Oaks, Krokus, Jimmy Cliff, Marco Zappa, Zucchero, Brian Adams, Züri West, Deep Purple, Red Hot Chili Peppers, Sex Pistols, Black Sabbath, Beastie Boys, Foo Fighters, Mighty Oaks, Sunset Sons, The Chemical Brothers, Fettes Brot und noch so viele mehr auf den St.Galler Bühnen...so viele, dass ich aus dem Schreiben gar nicht mehr raus komme. 

Ich hoffe mal, das wir dieses Jahr nicht zu viel Regen erwarten, denn da ist ja noch diese Sache mit dem Schlamm zu berücksichtigen und dem doch immer wiederkehrenden Zufall - quasi alle Jahre wieder - dass es häufig an genau diesem Wochenende über St. Gallen schüttet respektive regnet was das Zeug hält. Guter Regenschutz sowie ein Paar Gummistiefel sind also von echt ein riesen Vorteil!  

 

Nun noch kurz zum diesjährigen Line-Up:  

Am Donnerstag Abend ab 20 Uhr geht’s los! So spielen Mamma Jefferson, meine Freunde Ray Drma, Kaufmann und Drunken Masters.  Zudem noch mehr Bands welche ich noch gar nicht kenne, darunter eine welche tatsächlich "Feine sahne Fischfilet" heisst. Jungs, geht’s noch?!  

Am Freitag beehren uns  unter anderem die Band Nothing but Thieves um bereits 17.15 Uhr auf der Main Stage, weiter geht es mit Johnossi, Editors auf der Main Stage und Nine Inch Nails aus den USA. Auch mein lokaler Held Crimer gibt uns in der Tent Stage die Ehre.  

Achtung!

Am Samstag Abend sterbe ich dann kurz vor Angus & Julia Stone vor der Tent Stage, Depeche Mode rockt um 22 Uhr auf der Hauptbühne, die wilde Finnin Alma startet mit uns in den Abend, wir haen Drangsal, Ufo361, Pedestrans, Shame, unseren schweizer Rebell Faber, die Meute und die Schaffhauser Truppe von The Gardener and the Tree, welche wir uns zu Gemüte führen dürfen. Für diejenigen, welche bis zum Sonntag überleben und noch genug Energie haben gibt es dann nochmals heftigen Rock von den wunderbar wilden Beatstakes um 16 Uhr Nachmittags auf der Hauptbühne, the Killers hauen uns  danach als letzten grossen Act um 18 Uhr die Noten um die Ohren, davor gibt es die coolen  und poppigen Züri-Jungs von Hecht zu geniessen sowie First Aid Kit, Gan of Youths, Saint City Orchestra und die flammigen Westschweizer Lo&Leduc 

 

In diesem Sinne bereite ich mich schon mal mental darauf vor und freue mich,

für und vielleicht auch mit euch so viel Musik erleben zu dürfen!  

Danke OASG