a legend to remember

John legend & Nicole Bernegger performten live @baloise session '18. Die  soul legende und the voice of switzerland sorgte für jene menge hünerhaut im publikum...

german Oct '18

Was für eine Showkombination! In Basel angekommen und am Empfang der Baloise Session sehr freundlich empfangen, begab ich mich in die modern gestaltete Konzerthalle. Niemand geringeres als der Weltstar John Legend und das schweizer Lokaltalent Nicole Bernegger waren für den Abend angekündet.  Die Vorfreude war dementsprechend hoch! Der Konzertsaal war grosszügig gestuhlt und die Atmosphäre sehr gediegen, sass man doch an schönen grossen Rundtischen mit Kerzen. Wirklich zum Geniessen!

 

So betrat um acht Uhr die wunderbar in Rot gekleidete Lokalmatadorin  Nicole Bernegger die Bühne. Ganz im Stil des Souls der 60er Jahre, mit wunderschönen Blumen im goldenen Haar und unvermeidlich an Amy Winehouse erinnernd. Sie groovte mit Ihren acht Bandmitgliedern zurück in die Zeit des Souls und nahm das Publikum mit auf die Zeitreise. Viel Herz, Charme und unglaubliches Stimmvolumen prasselte auf uns nieder. Hits wie "Shadows", "Yes I gotta say No" or "Don't stay away" ergänzte sie mit Balladen wie "Homesick". Sichtlich begeistert von der Standing Ovation des Publikums gab sie die abschliessende Zugabe "Too Long"  und verabschiedete sich mit Charm und viel Freude, denn so ein Heimspiel als Vorband eines Weltstars ist in diesem Rahmen auch für sie unvergesslich, da war ich mir sicher!

 

 

Nach einer kurzen Pause und unter tosendem Applaus betrat der professionelle und gleichzeitig strahlende John Legend die Bühne. Er und sein Piano. Unplugged. Kaum hatte er das erste Lied angespielt, fühlte ich mich wie ein kleines Mädchen auf der Schulbank. viel Soul, Ausdruckskraft, Stimm-temble und perfekte Beherrschung des Pianos hatte ich zuvor wohl noch nie live gesehen. Was ein Musiker von so einem Genie wohl  alles lernen könnte?  "All of me" war einer seiner Hits, wie auch "PDA","Tonight", "Ordinary People", "Let's get lifted" , "Love me now" ergänzte er mit Friedensliedern wie "Wake up everybody"  oder Klassiker wie "Bridge Over Troubled Water". Mir persönlich gefiel seine Interpretation von Bruce Springsteen's "Dancing in the Dark" unglaublich gut.

 

Bei dem Song  "Stay with you" erklährte er, dass er ihn geschrieben hatte als er nicht einmal verliebt oder in einer Beziehung war. Dennoch beschreibt des Song fast bildlich die Beziehungskiste mit einer Frau in seinen schönsten Facetten.

 

Trotz seinem Weltstar-Status liess er es sich nicht nehmen, mit dem Publikum zu interagieren und erzählte einige persönlichen Details zu seinem Werdegang. Er wuchs in Springfield, Ohio auf und lernte den Gospel und die Musik natürlich in der Kindheit auch und vorallem durch seine Grossmutter kennen. Aretha Franklin erinnerte ihn immer sehr an sie erwähnte er in Gedenken an die verstorbene Musiklegende. Mr. Legend war nach dem College während drei Jahren in New York als Consultant tätig und durfte sich mit Powerpoint Präsentationen und Excel Dateien herumschlagen. Zudem spielte er wo immer er konnte , sein erstes Konzert hielt er im "Living Room" in lower Manhatten – vor praktisch keinem Publikum an einem Nachmittag.

 

Sein Cousin wohnte übrigens mit Kanye West zusammen in New York in einer Wohngemeinschaft. So lernten sich die heutigen Superstars übrigens kennen und fingen an, gemeinsam Musik zu machen.  Er erwähnte wie viele Musiklabels ihn mehrfach ablehnten, sogar das bei dem er sich heute befindet. 2004 unterschrieb er dann einen Plattenvertrag bei Columbia Records und produzierte sein erstes Album "Get Lifted" .  So erfuhren wir einiges vom charismatischen Sänger im golden Glänzendem Jacket.

 

Ein Satz der mich persönlich während dem Konzert bewegte war " Let's love each other like we gonna loose eachother. Tomorrow could be everyone's last day."  Er appelliert dabei dazu, sich zu lieben und Liebe weiterzugeben, anstatt sich zurück zu ziehen oder diese gar nicht zu wertschätzen. Auch dies erwähnte er gegenüber dem Publikum.

 

Ich kann ihm da nur Recht geben - nicht nur deshalb verdient er in meinen Augen den Status des "König des Souls".  Danke John, du bist schon zu Lebzeiten eine Legende.

 

 

Speziellen Dank für den freundlichen Empfang als Medienpartner geht an die Baloise Session.