Hardly daydreaming

Bewusst. Bewusst auf dem Fahrrad der Küste entlang fahren, die Sonne meine nackte Haut küssen lassen, den warmen Wind in den Haaren spüren, diese tiefe Wärme der Sonne einatmen und die glitzernden Diamanten auf der Wasseroberfläche des Meeres bestaunen. Die Wellen in der Brandung hören, welche regelmässig und rythmisch an ihrem Usprungsort zurückzukommen scheinen. Der Ursprung, die Nähe zum Weiten, das Weite ganz weg, am Rand zum Universum. Dort befinde ich mich, dort begrüsse ich mich, dort ist Heimat für mich.

 

Ankommen. Ankommen bei mir selbst. Durch eine zarte Berührung, das Streicheln über meinen Arm durch die Hand meines Lieblingsmenschen. Durch denjenigen, der mich trägt und unterstützt, ohne mich zu verändern, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Der einfach hier ist. Ganz tief bei mir. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Der über mich wacht und mir wärme gibt, wenn ich es am meisten brauche.. Jedoch auch, wenn ich nicht danach frage. Einfach so. Einfach hier.  Mein Weggefährte, der Felsen, wenn das Wasser hart an der Brandung aufschlägt.

 

Schlag. Aufschlagen im jetzt der Realität. In der Waschküche stehen. Der Maschine zusehen wie sie sich dreht. Warten auf den Waschgang, der schon lange zuende sein sollte. In meinem Kopf, die dumpfe Abwesenheit eines Mannes, den ich habe fallen lassen müssen, der uns nie eine Chance gab, der mich nie haben wollte und mit sich selbst im Kampf ist. Ich bin es auch, nämlich darin zu lernen, mir Gutes zu tun. Bewusst Gutes!

Mir Sorge zu tragen, mich innerlich wie äusserlich Schön zu finden. Langer Prozess. Langeweile? Wie könnte dies sein.

Hetze ich doch von Tag zu Tag Terminen nach, die ich selbst kaum tragen kann und trotzdem kaum erwarten kann.

 

Lächlen. Weiterlächeln. Weitergehn. Denn nur ich lebe mein Leben so. Nur ich kann mir die Liebe geben die ich verdiene - das musste ich zuerst lernen zu verstehen. Dann werde ich diese Liebe auch zurück bekommen. Denn ich trage mir Sorge, schütze mich. Doch wann? Irgendwann. Irgendwann wenn wir alt sind? Nein, jetzt heute und hier.

Denn im Jetzt da leben wir. Auch ich. Deswegen weitergehen, in Kampfmontur durch den Regen gehen. Neues erleben und das Erlebte verstehen. Zeit zurück drehen kann man nicht. Könnte ich es dann würde ich.

 

Freuen. So sehr freue ich mich! Auf den Moment in dem ich auf dich triff. Unsere Blicke ich vereinen und Gedanken verschmelzen. Zu diesem Einen. Dieses Ding das mann Soulmate nennt, dieses Gefühl wenn mann die Wellen kennt.

Wenn mann nach X Whipeouts endlich die eine erwischt, die Welle die mich mitträgt, alle Gedanken verwischt. Dir die Freiheit zeigt und einen Bestandteil von dir ist und dir die Füsse küsst. Dich mit Wasser alle Sorgen abspülen lässt und dir eine Erinnerung beschehrt, die du nie mehr vergisst.

 

 

Realität. Realität! schreit meine Waschmaschine. Sie piept und summt und ist nun plötzlich verstummt. Die Wäsche ruft und so öffne ich sie. Mit einem frischen Meeresduft entläd sich die Wäsche in meine Arme... zurück bleibt ein Lächeln, die Hoffnung und ein Tagtraum.

 

 

 

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